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Schönere Füße dank Skalpell

29.08.2014 | Keine Kommentare

Vor einigen Monaten wurde von amerikanischen Medien die sogenannte „Cinderella-OP“ als neuer Schönheitstrend propagiert. Demnach lassen sich manche Frauen in den USA die Füße mit dem Skalpell so zurechtschneiden, dass sie in die High Heels bestimmter Designer passen. Zu einer ähnlich drastischen Maßnahme griffen bereits Cinderellas Stiefschwestern im Märchen, um deren Glasschuh anziehen zu können.

Ästhetische Fußchirurgie ist durchaus keine Neuheit. Zu den häufigsten Eingriffen am Fuß gehört der Hallux valgus, den man in erster Linie als orthopädisches Problem bezeichnen kann. Hierbei handelt es sich um eine teilweise Verrenkung des Großzehengrundgelenks, durch die ein Oberflächenteil des Gelenkes herausschaut, weshalb die Großzehe meist seitlich weg steht. Dadurch wird auch das ästhetische Empfinden der Betroffenen gestört – unabhängig von den orthopädischen Schwierigkeiten, die damit einhergehen. Des Weiteren gehören Zehendeformationen wie Hammer- oder Krallenzehen, aber auch der Schneiderballen am kleinen Zeh zum Gesamtspektrum der Fußchirurgie. Meist lassen sich diese Deformationen mittels Sehnenoperationen lösen.

Geht man nur von der rein ästhetischen Komponente aus, handelt es sich bei Zehenverlängerungen bzw. –verkürzungen um jene Eingriffe, die in den USA derzeit angesagt sind. Diese gestalten sich etwas schwieriger als die zuvor genannten, da sie am Knochen vorgenommen werden. Die Zehenverkürzung sieht den Bruch des Knochens sowie die Entfernung eines Knochenstücks aus dem Zehengrundglied vor, die Zehenverlängerung wiederum das Einsetzen von Knochenmaterial z.B. aus dem Becken. Zu den Risiken zählen Wundheilungsstörungen, Taubheit durch Verletzung der Hautnerven sowie Knocheninfektionen. Verlaufen Operation und Heilung optimal, ist mit keinerlei Beeinträchtigung oder Negativveränderung zu rechnen.

Wer seine Zehen für „zu dick“ hält, kann sie sich verschmälern lassen – entweder mittels Weichteilverschmälerung (hierbei wird beidseitig Gewebe entfernt) oder Knochenteilentfernung, wenn der Knochen sich als zu dick erweist.
Füße lassen sich durch derartige Operationen um bis zu anderthalb Schuhgrößen verkleinern oder vergrößern.

Eingriffe an den unteren Extremitäten, speziell an den Füßen, gehen immer mit erhöhter Schwellneigung einher, was wiederum zu Schmerzen führt. Das Tragen von speziellem Schuhwerk ist nach solchen Operationen unabdingbar und je nach Eingriff und Patient kann die Heilung mehrere Monate in Anspruch nehmen.

In Bezug auf die (ästhetische) Fußchirurgie sind die Übergänge zwischen medizinischer Indikation und dem Wunsch nach schöneren Füßen oft fließend. Was ein Mensch an sich als Makel empfindet, ist vielleicht nicht für jeden nachvollziehbar, aber in manchen Fällen nur mit Hilfe ästhetischer Chirurgie zu lösen.

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