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Verbrennung der Haut

26.05.2014 | Keine Kommentare

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers und als natürliche Barriere schützt sie den Organismus vor jeglichem schädlichen Einfluss. Bestehend aus drei Schichten, Epidermis (Oberhaut), Dermis (Lederhaut) und Subcutis (Unterhaut) ist sie äußerst resistent, jedoch auch extrem sensibel. Verletzungen wie Verbrennungen, bringen das Organ aus dem Gleichgewicht und hindern es daran seine Aufgaben (Schutzfunktion und Wärmeregulierung) zu erfüllen.

Auf was soll bei Verbrennungen geachtet werden?

Wichtig zu wissen ist, dass Verbrennungen in drei Grade unterteilt werden und dementsprechend auch behandelt werden müssen.
Das beste Beispiel einer Verbrennung 1. Grades ist der Sonnenbrand. Die Haut ist rötlich und schmerzt. Hier ist nur die Epidermis (oberste Hautschicht) betroffen. Diese Art der Verbrennung ist vollständig heilbar und bedarf in der Regel keiner ärztlichen Behandlung.
Blasenbildung und extreme Schmerzen sind kennzeichnend für eine Verbrennung 2. Grades. Von Grad 2a wird gesprochen wenn eine vollständige Heilung erreicht werden kann, von 2b wenn eine Narbe zurückbleibt. Solche Verbrennungen entstehen meistens bei Kontakt von heißen Flüssigkeiten, wie es beispielsweise beim Kochen passieren kann. Hier sind sowohl Dermis, als auch Epidermis betroffen. Bei Verbrennungen 3.  Grades sind alle Hautschichten und teilweise sogar auch Muskel und Knochen betroffen. Intensivmedizinische Betreuung ist hier unabdingbar!

Ab Grad 2 ist es besonders wichtig richtig zu handeln, es sollte unbedingt auf ärztliche Hilfe zurückgegriffen werden.
Das oberste Gebot bei der medizinischen Behandlung ist KÜHLEN! Idealerweise sollte das verbrannte Areal 20 Minuten mit Leitungswasser, das eine Temperatur von 20 Grad hat, gekühlt werden. Wichtig: nicht Unterkühlen! Je nach Befund werden vom Arzt die oberen Hautschichten abgetragen und diese anschließend mit einer antibakteriellen Salbe (Silbersulfadiazinhältig) verbunden. Schmerzlinderung bringen Kamillenwasserbäder oder mit Mikrobioziden oder Meersalz versetzte Bäder. Nebenbei bemerkt ist das Verspüren von Schmerzen auch ein positives Zeichen, denn es bedeutet, dass keine Nervenendungen zerstört worden sind.

Was bei Verbrennungen auf keinen Fall getan werden sollte: Die mit der Haut verklebten Kleidungsstücke zu entfernen, die Wunde abzudecken (außer mit keimfreien Auflagen), die Verbrennungen mit Salbe, Puder oder Ähnlichem zu versorgen oder die Blasen selber zu öffnen!

Da verbrannte Haut besonders empfindlich ist, sollte nach Abheilung ebenfalls auf eine besondere Pflege geachtet werden.

Wichtig ist auch, dass der Tetanusschutz geprüft wird und allenfalls eine Auffrischung erfolgt!

Im Moser Milani Med Spa und Ärztezentrum stehen Ihnen nicht nur zwei in der Behandlung von Brandverletzungen erfahrene plastische Chirurgen zu Verfügung, sondern Sie können auch das gegenenfalls entstandene Narbenbild durch eine kosmetische Behandlung verfeinern.

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