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Hautkrebs

28.11.2013 | Keine Kommentare

Hautkrebs wird umgangssprachlich oft gleichgesetzt mit dem Begriff des malignen Melanoms. Allerdings wird medizinisch zwischen weißem und schwarzem Hautkrebs unterschieden. Was ist der Unterschied der beiden Krebsarten? Welche Risikofaktoren gibt es? Wie kann effizient vorgebeugt werden?


Weißer Hautkrebs ist eine Erkrankung des hohen Alters und tritt häufig an langjährig sonnenexponierten Stellen (z.B. dem Gesicht) auf. Man kann sagen es ist ein „bös‐guter“ Tumor. Böse, weil er unbehandelt das umliegende Gewebe zerstört. Gut in seiner bösen Form, weil er äußerst selten in andere Organe streut. Unbehandelte Frühformen wie die aktinischen Keratosen können sich zu Basalzellkrebs (Basaliome) oder Plattenepithelkarzinom (Stachelzellkrebs, Spinaliom) weiter entwickeln.

Der schwarze Hautkrebs wird im Fachjargon als malignes Malignom bezeichnet. Er entwickelt sich in 30‐40% der Fälle aus bereits vorbestehenden Pigmentanhäufungen, wie Muttermale oder Leberflecke. Sehr oft allerdings auch auf komplett unauffälliger Haut. Schwarz deshalb, weil bei dieser Krebsart die Hautpigment produzierenden Zellen entarten und diesen bösartigen Tumor schwarz erscheinen lassen. Er ist weitaus gefürchteter aufgrund seiner frühen Metastasierung über das Blut‐ und Lymphgefäßsystem in andere Organe und dadurch für die meisten Todesfälle verantwortlich.

Gesicherte Risikofaktoren für Hautkrebs sind eine vermehrte Anzahl von Muttermalen, höheres Alter und erhöhte UV‐Belastung, unter anderem durch das vorhandene Ozonloch. Besonders gefährdet sind hierbei hellhäutige Typen. Das Meiden der Mittagssonne (von 11 bis 15 Uhr) genauso wie das korrekte Auftragen eines Sonnenschutzes mit dem den Hauttyp entsprechendem Lichtschutzfaktor, sind unabdingbare Vorbeugungen zur Krebsentstehung. Hautkrebs entsteht nicht spontan, sondern entwickelt sich über mehrere Jahre regelmäßiger Sonnenexposition.

Die Zahlen der jährlich Erkrankten steigen, deshalb sind Selbstkontrollen und regelmäßiger Arztbesuch beim Spezialisten (Dermatologe und Plastischer Chirurg) extrem wichtig. Mithilfe eines Auflichtmikroskops (Dermatoskop) können verdächtige Hautstrukturen genauestens beobachtet und beurteilt werden. Hautveränderungen wie hartnäckige Verhornungen, die bei Verletzung leicht bluten oder nässen, unregelmäßige Begrenzung oder Färbung eines Muttermals oder auch lokal begrenzte nicht abheilende Läsionen können erste Anzeichen von Hautkrebs sein. Frühzeitiges Erkennen ist das Um und Auf einer erfolgreichen Hautkrebstherapie.

Im Falle eines suspekten Muttermals zum Beispiel wird jenes operativ entfernt und die Diagnose mittels Gewebsuntersuchung gestellt. Wird der Verdacht eines bösartigen Tumors bestätigt, müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden und oft auch noch eine medikamentöse Begleittherapie erfolgen.
Beide Hautkrebsarten dürfen nicht unterschätzt werden. Die einzige Chance auf Heilung ist eine frühzeitige Erkennung und dementsprechende Therapiemaßnahmen. Die Message lautet also: auf zum Spezialisten und die Haut regelmäßig kontrollieren lassen!

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