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Schönheitsoperationen im Ausland: Gefahren des Beauty-Tourismus

21.06.2011 | Keine Kommentare

Wer sich zum Beauty-Tourismus entschließt, sollte ein paar Regeln beachten:

Vor jedem ästhetischen Eingriff gilt es, sich umfassend über Arzt und Klinik zu informieren. Im Vergleich zu österreichischen Kollegen gestaltet sich die Informationssuche über ausländische Anbieter komplizierter und aufwändiger - nicht nur aufgrund der örtlichen Entfernung, es treten vor allem Sprachprobleme auf.
Sind die Internetseiten, der vor allem in Osteuropa angesiedelten Kollegen und Kliniken, noch sehr oft auf Deutsch, so gibt es dann schon viel häufiger im Rahmen der Erstvorstellung oder auch im Rahmen der Operationsgespräche mit dem Chirurgen und dem Narkosearzt gröbere Verständigungsschwierigkeiten.
Und gerade diese Verständigungsdefizite zwischen Arzt und Patient beinhalten das hohe Risiko.
Entscheidend ist vor allen Dingen die fachliche Qualifikation des Arztes. Bei Billiganbietern im östlichen Ausland ist diese oftmals nicht gegeben.

Um Details über die Operation, die Ausbildung und Qualifikation oder auch die Operationserfahrung sowie seine fachliche Kompetenz des behandelnden Arztes zu erhalten, empfiehlt sich ein vorangehendes detailliertes Vieraugengespräch.

Weiters sollte bereits im Vorfeld geklärt werden, wo der Eingriff stattfindet. Nicht selten werden die Operationen unter katastrophalen hygienischen Bedingungen durchgeführt, postoperative Komplikationen wie Infektionen und Wundheilungsstörungen treten weitaus häufiger auf. Und dies führt letztendlich zu einer verzögerten oder sogar ausbleibenden Wundheilung, im schlimmsten Fall müssen Folgeoperationen durchgeführt werden.

Keinesfalls sollte der Eingriff hier in Österreich „gebucht“ werden und ein Erstkontakt mit dem operierenden Arzt am Tag der Operation erfolgen.
Neben den medizinischen Risken müssen Patienten auch die rechtlichen Folgen einer Auslandsoperation in Kauf nehmen. Schadensersatzforderungen lassen sich im Falle eines misslungenen Eingriffes kaum durchsetzen.

Nicht selten kommt es vor, dass wir im Ausland voroperierte Patienten nachbehandeln müssen. Leider sind im Rahmen der Erstoperation oft viele Dinge schief gelaufen, welche dann mühevoll in zum Teil mehreren Operationsschritten wieder korrigiert werden müssen. Und somit ist der zunächst gewonnene finanzielle Vorteil ganz schnell in einen großen finanziellen Nachteil umgeschlagen, der zu allem Überdruss auch noch aufgrund der Folgeeingriffe einen gesundheitlichen Nachteil hat.

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