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Muttermal und Melanom

24.02.2011 | Keine Kommentare

Das maligne Melanom wird umgangssprachlich als schwarzer Hautkrebs bezeichnet. Es handelt sich um einen äußerst bösartigen Tumor, der frühzeitig über Blut- und Lymphwege Absiedelungen bildet (Metastasen). Selten können auch Schleimhäute, Auge, zentrales Nervensystem und innere Organe Melanome befallen.

Das Melanom betrifft fast ausschließlich die hellhäutige Bevölkerung, unglücklicherweise ist die Häufigkeit stark steigend. Frauen sind öfter als Männer betroffen.

Sehr oft entwickelt sich das Melanom auch auf komplett unauffälliger Haut, nur 30-40 % entstehen direkt aus einem Muttermal. Gesicherte Risikofaktoren stellen eine extrem hohe Anzahl von Muttermalen, sowie starke UV-Belastung (in Abhängigkeit vom Hauttyp) dar.

Ob ein Leberfleck verdächtig einzustufen ist, lässt sich anhand der ABCDE-Regel überprüfen.
A: Asymmetrie, B: unregelmäßige Begrenzung, C: Color (mehrere Farben), D: Durchmesser über 5 mm, E: Entwicklung in kurzer Zeit.

Ist nach dieser Regel ein Leberfleck suspekt, muss er frühzeitig entfernt werden und die Diagnose mittels einer Gewebsuntersuchung attestiert oder ausgeschlossen werden. Hat sich der Verdacht bestätigt, müssen weitere Operationen durchgeführt werden (Sentinel Lymphknoten Entfernung, Nachschneiden im ehemaligen Tumorgebiet). Je nach Befunden müssen Chemotherapien oder Immuntherapien im Anschluss daran durchgeführt werden.

Da der oft unterschätzte schwarze Hautkrebs eine meist tödliche Erkrankung darstellt, welche nur durch frühe Therapie geheilt werden kann, ist eine gute Vorsorge unabdingbar.
Deshalb sollten regelmäßige Kontrollen beim Spezialisten (Plastischer Chirurg und Hautarzt) erfolgen und immer im Zweifelsfall der Befund entfernt und untersucht werden. Entfernungen von Muttermalen oder sonstigen Hautveränderungen mit einem Laser ohne Durchführung einer Gewebsuntersuchung sind meistens eine falsche Therapie.

Der ideale Zeitpunkt zur Entfernung von Muttermalen – welche auch weggenommen werden sollten, wenn sie mechanisch stören - weil man zum Beispiel öfter hängen bleibt – oder auch von Muttermalen, welche nur „ästhetisch“ stören, stellen zweifelslos die Wintermonate dar. Denn nach der Entfernung sollte für einige Monate exzessive Sonnenbestrahlung vermieden werden.

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