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Der Fall “Sexy Cora”

03.02.2011 | Keine Kommentare

Sicherheit und Seriosität haben oberste Priorität, nicht nur bei ästhetischen Eingriffen oder Schönheitsoperationen, sondern generell im Bereich der Medizin. Aus plastisch chirurgischer Sicht läuten die Alarmglocken, wenn sich jemand zum sechsten Mal einer Brustvergrößerung unterzieht. Und das in einem Alter von 23 Jahren. Und noch dazu sollte es eine Brustvergrößerung von 70F auf 70G werden.

Alle diese Hinweise deuten darauf hin, dass bei “Sexy Cora” viele Dinge falsch gelaufen sind. Schönheitsoperationen sind nicht als sportliche Disziplin zu verstehen, wo es ständig um den nächsten Rekord geht. Und ein operativer Eingriff ist auch kein Friseurbesuch, es gibt Komplikationen und Risiken, sowohl von chirurgischer Seite als auch von Seiten der Narkose.
Die Ermittlungen im oben genanten Fall sind derzeit am laufen, die Ursache für den Tod jener jungen Frau muss erst untersucht werden. Was klar ist: Es wurde hier von ärztlicher Seite versucht, einem Wunsch nachzukommen, der die Grenzen des guten Geschmacks und der Seriosität um mehrere Dimensionen gesprengt hat.

Jene Ärzte, die Patienten behandeln, die nicht an Krankheiten leiden, sondern sich an Details Ihres Äußeres stören – also Schönheitschirurgen im weiteren Sinn - haben eine große Verantwortung. Und im Rahmen dieses Pflichtgefühls muss ein Arzt NEIN sagen können und sowohl Operationen als auch Behandlungen ablehnen.

Wie kann Frau/Mann sich nun sicher sein, von einem seriösen Arzt behandelt zu werden?

Den einzigen Qualitätssiegel stellt die Ausbildung zum Facharzt für Plastische, Ästhetische und Wiederherstellende Chirurgie dar. Plastische Chirurgen lernen als einzige medizinische Fachdisziplin während Ihrer Ausbildung die gesamte Palette der ästhetischen Chirurgie. Viele andere Kollegen führen zwar „Schönheitsoperationen“ durch, jedoch haben sie oft keine fundierte Ausbildung dafür.
Eine weitere Möglichkeit stellt die Weiterempfehlung über Freunde, Kollegen oder Bekannte dar. Unerlässlich ist darüber hinaus eine gute Vertrauensbasis zu Ihrem Arzt.

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