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Wann zahlt die Krankenkasse bei Schönheitsoperationen?

10.06.2010 | Keine Kommentare

Die Entscheidung einer Kostenübernahme liegt bei der Krankenkasse (Chefarzt).

Generell hat eine Kostenübernahme dann eine realistische Chance, wenn ein gesundheitliches Problem oder eine funktionelle Einschränkung besteht. Beispiele hierfür sind:

- Tumore
- Krebs
- Wirbelsäulenverkrümmung
- Entzündungen
- Entstellung bei Brand-/Unfallopfern
- Missbildung
- Kinder mit stark abstehenden Ohren
- Einschränkungen der Sinnesorgane - Funktionelle Einschränkungen z.B. im Gesichtsbereich, verursacht durch Unfall, Krankheit oder (genetischer) Missbildung, werden ebenfalls in den meisten Fällen von den Krankenkassen gezahlt.

Bei starker Gewichtsabnahme wird von den Krankenkassen meist nur eine Korrekturoperation übernommen (sehr oft die Fettschürzenentfernung am Bauch). Die weiteren Eingriffe müssen oft selbst bezahlt werden.
Auch bei der Brustverkleinerung gibt es von Seiten der Krankenkassen strenge Kriterien, wann die Kosten für einen Eingriff übernommen werden.

Sehr oft wird – gerade bei der Brustverkleinerung – die Kostenübernahme abgelehnt. Viele Patienten entschließen sich jedoch dann meist dazu, den Eingriff trotzdem durchführen zu lassen, jedoch auf Selbstzahlerbasis.

Als weiteres Beispiel kann die Nasenkorrektur angeführt werden:
Stört rein die Nasenform, ist es eine ästhetische Operationsindikation und der Patient muss den Eingriff selbst finanzieren.
Gibt es funktionelle Probleme wie Atembehinderungen oder chronische Entzündungen, wie etwa bei schiefer Nasenscheidewand, handelt es sich um ein funktionelles Problem, das von der Krankenkasse übernommen wird. Auch eine Nase, welche schief ist oder einen Höcker hat, muss nicht unbedingt nur ästhetisch stören, sondern es kann auch dadurch zu oben genannten funktionellen Problemen kommen.

Nur in Ausnahmefällen stellen psychische Gründe die Basis für eine Kostenübernahme durch Krankenkassen dar, selbst wenn dadurch zum einen Kosten für psychologische Betreuung des Patienten und zum anderen verbesserte Lebensumstände dafür sprechen würden.

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